21.09.2010 - SCOTT WINO WEINRICH (Saint Vitus/USA)![]() ![]() ![]() Dienstag, 21. September 2010
Doors 20.00 Show 20.30
SCOTT "WINO" WEINRICH
+ Support
Mehr Infos unter:
"WINO" GIBT UNS DIE EHRE! Scott „Wino" Weinrich erlernte während seiner High-School-Zeit das Gitarrespielen. 1977 gründete er The Obsessed, wo er nicht nur den Posten des Gitarristen, sondern auch den des Sängers und des Songwriters übernahm. Die Band veröffentlichte zwei Demos und war auf dem Sampler Metal Massacre VI von Metal Blade Records mit dem Song Concrete Cancer vertreten.
Als Saint Vitus 1986 ihren Sänger Scott Reagers ersetzen mussten, nahm Weinrich seinen Platz ein. Mit ihnen spielte er 1986 Born Too Late ein. Aber bereits 1990, nach den Alben Mournful Cries (1988) und V (1989) verließ Wino die Band auf Grund eines Streites mit Bandleader Dave Chandler.
Die Band veröffentlichte zwei Alben und diverse Beiträge zu Samplern und Compilations. Spirit Caravan trennte sich 2002 wegen der finanziellen Situation der Bandmitglieder. Wino gründete nach einem kurzen Gastspiel bei Place Of Skulls seine neue Band The Hidden Hand. Doch auch diese Band hielt nur bis 2007, da Wino wegen unlauterer Geschäftsgebaren seiner Partner keine Perspektive mehr für die Band sah, obwohl in fünf Jahren drei erfolgreiche Alben und mehrere Tourneen absolviert wurden hat, davon die letzte und längste im Frühling 2007 durch Europa.
Ebenfalls 2009 trat Wino der Band Shrinebuilder bei, die der Neurosis-Gitarrist Scott Kelly gegründet hat. Die Band veröffentlichte 2009 bereits ihr erstes Album. Wino stimmt seine Gitarre regelmäßig 2 - 5 Halbtöne tiefer. Er spielt fast ausschließlich Gibson Les Pauls und 1960er Marshall Stacks. Dadurch entsteht ein sehr warmer, wabernder aber auch matschiger Gitarrensound. Wino spielt nur bei Saint Vitus reinen Doom Metal. Bei seinen anderen Bands hört man mehr Stoner Metal, also ein Gemisch aus Hard Rock, Doom Metal und Stoner Rock. Man darf also durchaus gespannt sein, was Wino an seinem Akustik-Set vor hat...Unterstützung bekommt er dabei von Darsombra und Conny Ochs. Kult wird es allemal!
|
||
|
|
||
04.10.2010 - BAND OF SKULLS (UK) + The Dandies (CH![]() ![]() ![]() ![]() Montag, 04. Oktober 2010
Doors 19.00 Show 19.30
Mehr Infos unter:
Tickets:
Die drei Mitglieder Russell Marsden (Gitarre und Gesang), Emma Richardson (Bass und Gesang) und Matthew Hayward (Schlagzeug) lernen sich auf dem College kennen. Schnell wird ihnen klar, dass ihnen mit zwei Leadsängern und drei Songwritern quasi unendliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Zunächst unter dem Namen Fleeing New York erarbeitet das Dreiergespann bis Ende des Jahres 2008 ein Demotape. Weitere Studiobesuche folgen bald. Der Grundstein für ein Debüt ist gelegt. "Baby Darling Doll Face Honey" nimmt die Band Of Skulls zwischen Januar und März 2009 in Oxfordshire auf. Nach abschließenden Arbeiten daran gemeinsam mit Ian Davenport (Supergrass, Badly Drawn Boy) erscheint das Album im Januar 2010 in Deutschland. Über ihren Erfolg ist niemand erstaunter als Emma, Russell und Matt selbst. Ihre Debütsingle "I Know What I Am" landet als Single der Woche bei iTunes. 400.000 Mal laden User den Track herunter und katapultieren die bis dahin völlig unbekannte Band Of Skulls einige Stufen nach oben auf dem Erfolgstreppchen. "Wie jetzt? Noch 'ne Band von Jack White?", denkt man im ersten Moment. "I Know What I Am" singt die Combo auf ihrem Debütalbum. Und klingt dabei eher nach den White-Geschwistern als nach etwas Ureigenem. Gerade so, als wüssten sie eben doch nicht so recht Bescheid über sich selbst. "Baby Darling Doll Face Honey" als Abklatsch der White Stripes abzuhandeln, täte den Schädeln allerdings mehr als Unrecht. Oben genannter Song schließlich wurde 400.000 Mal bei iTunes heruntergeladen - und katapultierte die bis dato unbekannte Indie-Band rasant nach oben. Das können nicht nur Stripes-Verwechsler gewesen sein - das Trio muss also mehr auf dem Kasten haben. Die elf Songs kommen mit teils sehr unterschiedlicher Struktur daher. Tracks wie besagtes "I Know What I Am" oder "Light Of The Morning" erinnern dank hämmerndem Schlagzeug, und rau verzerrten Gitarren und der leicht nasalen Stimme Russel Mardsens ab und zu auch an Wolfmother. Zudem fühlt man sich irgendwie an Gordon Gano und die Violent Femmes erinnert. Gleichzeitig übertrieben und reduziert klingt der Sound von Band Of Skulls. Vor allem Matt Haywards krachiges Getrommel hört sich nach hoch karätigen Garagensound an. Jedoch lässt - und das stört spätestens beim zweiten Durchlauf - die Textkreativität zuweilen arg zu wünschen übrig. Besonders penetrant tönt hier "Death By Diamonds And Pearls" im Ohr, das inhaltlich nicht viel mehr als seinen Titel zu bieten hat. Verwirrend und gleichermaßen bewundernswert bleibt die oben angedeutete Vielfalt bei den Song-Arrangements. Während sich Bassistin und Leadsängerin Emma Richardson bei "Bomb" oder "Patterns" die Finger wund zupft, erklingen in "Honest" äusserst ruhige Töne. Diese wunderschöne Ballade im Stil von Angus And Julia Stone oder Zoey Van Goey wirkt wie eine Ruheoase in der 70s-Rock-Wüste.
Das liegt vor allem an der melodischen Stimme von Emma, die Russell "Mr. Raconteur" Mardsen dort in den Hintergrund drängt. Bei "Cold Fame" und "Fires" zeigt sich Mardsen dann von einer besonders leidenden Seite und beweist ein Händchen für Balladen ohne Schmalzfaktor. Im Oktober werden die 3 Briten mit ihrem, im Herbst erscheinenden, neuen Longplayer auf Tour sein...und es scheint jetzt schon sicher dass wir uns da auf ein tolles Folge-Album mit viel guter Rockmusik zum mitnicken freuen dürfen!
|
||
|
|
||
13.10.2010 - TIM ROBBINS & THE ROGUES GALLERY BAND![]() ![]() Mit twoch, 13. Oktober 2010
Doors 19.00 Show 19.30
TIM ROBBINS AND
Tickets unter:
"I was thinking of actually calling it the midlife crisis album, but then I thought maybe not..." Tim Robbins Releasing your first album at the age of 51 is a curious thing to do when you're already a global, Oscar winning star known for your work both on the screen (Shawshank Redemption, Mystic River), behind it as a director of film (Dead Man Walking, Cradle Will Rock) and theatre (1984, Embedded), but not as a musician. Yet Tim Robbins is a cautious man creatively. Far from jumping straight into this musical venture, it's something the film icon has been working on his entire life. Brought up around a host of talented musicians, including his brother David, his parents Gil and Mary, and their folk singing friends, music is in Robbins' blood. Even so, he keenly considered where his strengths lay as a musician and composer before putting together his first album. Of course Robbins has wielded an acoustic guitar before, as Bob Roberts the folk singing right wing politician in the 1992 movie of the same name in which he starred and directed. When the movie was released Robbins decided he didn't want to release the soundtrack as he didn't want the songs played out of context. "Around that time there was also interest from the music industry for other projects that I chose not to pursue because I didn't want to embarrass myself by producing a gratuitous, ego driven album." His 1995 writer/director triumph Dead Man Walking - for which he was Oscar nominated - also provided fertile ground for Robbins' musical interests. After sending a rough cut of the film to a selection of songwriters who had inspired him over the years, Robbins co-produced the film's lauded soundtrack for Sony. Bruce Springsteen, Johnny Cash, Eddie Vedder, Patti Smith, Tom Waits, Steve Earle and Nusrat Fateh Ali Kahn all contributed. Robbins has also undertaken projects with Pete Seeger and Nora Guthrie, Woody's daughter. Robbins has long written songs and performed in small venues, but has kept it under the radar - until now. "I have too much respect for music to put out something that wasn't coming from a genuine place." Before recording his first album Robbins wanted to "understand what my voice was and what kind of stories I wanted to tell. I think I'm ready to tell those stories now." Joining forces with his friend, the legendary producer Hal Willner ‘Tim Robbins & the Rogues Gallery Band' is a nine track collection of raggle taggle and rousing gypsy Americana, where each song is a story, every one told with passion and raw emotional honesty. "I think it's a really amazing thing to watch someone making his first album at 50. It's a very exciting first album," reveals Hal Willner. "It's got incredible beauty, incredible anger - everything that music can do." With Robbins singing alongside a backing band of multi-instrumentalists, the album features everything from a fiddle and saw to a guest spot from Joan As Policewoman (on ‘Moment in the Sun'), a harmonium, hurdy gurdy, accordion and Cor Anglais. "There's no-one that sails a ship straight in this Rogues Gallery" laughs Robbins of the seven musicians which make up the Seeger Sessions style band. Though he's no plans to end his movie career, Robbins admits there's something about performing live music that makes it that much more thrilling than the silver screen. "I get really inspired by audiences. That immediate relationship that you create with people, you can't get that in films." The Rogues Gallery is: Kate St. John, Leo Abrahams, David Coulter, Roger Eno, Rory McFarlane, Andrew Newmark and Dudley Phillips ‘Tim Robbins & The Rogues Gallery Band' is released through [PIAS/Musikvertrieb] on September 24th. |
||
|
|
||
21.10.2010 - BONAPARTE (CH/D) Alte Börse ZH
![]() Donnerstag, 21. Oktober 2010
Doors 19.00 Show 19.30 ALTE BÖRSE - ZÜRICH!
+ Support (TBA!)
Tickets:
Ein überdimensionierter Hase wird von einer maskierten Reporterin gejagt. Ein Mann mit Melone grillt mit einem Bunsenbrenner Wiener Würstchen, die von einer Stripperin im Almdirndl gehalten werden. Ein Zwerg mit einem überdimensionierten Plastikhummer als Fliege glotzt manisch vom Rand der Bühne ins Publikum. Eine weibliche Person, die an eine Replikantin aus Bladerunner erinnert, beißt in einen Wilhelm Tell'schen Apfel um danach einem halbnackten, schnurrbärtigen Stripper auf dem Discokugelkopf zu streicheln. Neben dem Tänzer steht eine Feuerspuckerin und setzt an zur ersten Fontaine. Im Publikum tragen Männer und Frauen freiwillig plüschige Hasenohren und tanzen sich in Ekstase: "Anti! Anti!!!", brüllt die Meute aus einer Kehle zum Blut- und Wasser schwitzenden Garagenrock einer 4-köpfigen Band, die von Deltablues über Stonesund Led Zepplin-Riffs bis hin zum Berliner Electro-Synth-Oktavenbass alles verwurstet, was nicht bei fünf auf den Bäumen ist.
Angeführt werden "Bonaparte" vom einem Sänger und Gitarristen im Napoleon- Look, der sich schlicht und einfach "Der Kaiser" nennt. Die Idee eines Rock'n Roll- Zirkusses kam ihm irgendwann auf einer Autofahrt zwischen Barcelona und Berlin in seinem Fiat 850 mit 52 Pferdestärken. In der alten Mauerstadt hat der Kaiser nun seit ein paar Jahren seinen festen Wohnsitz gefunden; aber was heißt schon "fester Wohnsitz", wenn man über 100 Konzerte im Jahr zwischen Amsterdam, Atlantikküste, Moskauer Schneegestöber, den Alpen und Neuseeland spielt?? "My Horse Likes You" heißt die neue, pferdeflüsternde Platte zur neuen Revue und versammelt unerhörtes, wildes Partyfutter im Galopp zwischen der Manie eines Screamin' Jay Hawkins, der 1,2,3,4-Rotzigkeit der Ramones und der Energie einer wilden, außerirdischen, technoiden Affenbande mit nie gehörten Skalectro- Vibrationen. Im Ernst: Fragen Sie das FBI! Zu den Liveshows werden diesmal singende Pferde, Bauchredner´nde Affen und Orgelspielende Hunde erwartet!
Meine Damen und Herren: Der Kaiser wird gleich in die Manege einreiten! Vorhang auf! Das Leben ist nichts weiter als eine große Party - und der Eintritt kostet den
Viva Bonaparte! Hoch lebe der Kaiser!
|
||
|
|
||
28.10.2010 - RAHZEL feat. DJ JS-1 (USA)
![]() Donnerstag, 28. Oktober 2010
Doors 20.30 Show 21.00
Silk & Mascotte präsentieren:
RAHZEL feat. DJ JS-1 (USA)
DJS PLATINUM & ROCKAY (4Tune DJ)
Die Hip Hop-Kultur besteht aus fünf elementaren Säulen: Dem Rappen, dem Beatbasteln, dem Sprayen, dem Breakdancen und, schlussendlich, dem Beatboxen. Bei letzterem werden Kehlkopf und Mundhöhle verschiedenartig dazu benutzt, elektronisch anmutende Klänge zu erzeugen.
Schon als kleiner Junge erhielt Rahzel über seinen Cousin, ein Mitglied der Furious Five um Hip Hop-Urgestein Grandmaster Flash, Einblick in das Business und begleitete dann die Ultramagnetic MCs auf ihren Touren durch die Staaten. Später unterstützte er auch noch heutige Größen wie LL Cool J. 1995 schloss er sich permanent der Rapkapelle The Roots an und trägt seitdem maßgeblich zu deren heutigen Erfolgen bei.
|
||
|
|
||
02.11.2010 - TURBO A.C.'s (N.Y.C.)![]() ![]() ![]() Dienstag, 02. Oktober 2010
Doors 19.00 Show 19.30
Live in Concert: THE TURBO A.C.'s (New York City) + Support
Mehr Infos unter:
Tickets:
The Turbo A.C.`s are :
Kevin Cole - Guitar & Vocals
Forged in chrome, steel and iron and fueled by only the purest high-test gasoline, the International Rock'N'Roll Machine known as the Turbo A.C.'s first spewed its charcoal black exhaust in 1996 with Damnation Overdrive (Blackout! Records). Guitarist/Vocalist Kevin Cole, Bassist Michael Dolan and Drummer Kevin Prunty had crafted an excellent New York Rock album full of originality and badass riffs that pointed the way to the future for this hardworking trio of conquering warriors. After successfully grabbing the NY scene by the throat, the Turbo-machine set out to dominate the rest of the US with a relentless tour schedule, and then promptly set sail for Europe - all on their own dime. The band paid their dues learning the hard reality of touring, touring with no support even being forced to squat in Germany and Italy after bad deals with shady promoters and agents, and they developed the crest of the skull and monkey wrench in defiance. In 1998, they returned to the studio and recorded Winner Take All (Cacophone Records) It was this statement of manic Surf tremolo guitar driven by Motorhead speed and defiance that made the band some serious contenders in the Rock'N'Roll ring. It got them a spot on the 1999 German Warped Tour and a solid touring schedule that saw some desperate times for the band, including having to use duct tape to fix their tour van in Europe, and cheating death flipping their van in a Wyoming snowstorm. Inspired by the hardships of the past, the Turbo A.C.'s brought Roger Miret (Agnostic Front) into the studio to produce their third album, Fuel For Life (Nitro Records).
A ferocious, teeth gnashing statement of perseverance, the band waved a sneering middle finger at the oppressive hostilities of the Taliban by following the album with a successful tour in the aftermath of 9/11. It showed the band's songwriting maturing without losing the attitude and determination that had become the Turbo-trademark. If anything, the fist of survival was now cast in iron. Still constantly touring and expanding, the band to even made it to the wild outback of Australia for the first time where Turbo-tattooed fans were waiting eagerly for their arrival. Finally, the highway to Hell was cooling - or so they thought. In early 2006, Bassist Michael Dolan turned in his skull-and- monkey-wrench badge and retired. With too much experience behind them, the two Kevins agreed to continue, enlisting a new bassist and long time friend Tim Lozada and even expanding the band's sound with a second guitarist Jer Duckworth who had already starting paying dues long before as part of the road crew. With everything to gain and absolutely nothing to lose, the Turbo A.C.'s took to the studio once again and cut their most uncompromising collection of music to date, Live To Win. Taking the their own motto to heart, the band is at their most pissed off and proud of it, while taking advantage of the new lineup to survey the unexplored regions of vast Turbo-territory. No apologies; no faceless, bland Punk Rock; no bullshit. This is Rock'N'Roll at its finest, and it's time you all listened up.
|
||
|
|
||
|
05.11.2010 - TAME IMPALA (AUS) + Guests |
||
|
|
||
06.11.2010 - JOHN & JEHN (UK)![]() ![]() ![]() ![]() Samstag, 06. November 2010
Doors 19.00 Show 19.30
Live in Concert:
+ Support
Tickets:
Gainsbourg & Birkin? John & Jehn - Fans von Joy Division und Velvet Underground - leben und komponieren in London. Am 29. März erschien auf dem Indie-Label „Naive" Time For The Devil, das zweite Album des wohl britischsten Franzosenduos. Das französische Paar, im wahren Leben bereits zusammen noch bevor es gemeinsam die Bühnen unsicher macht und seit 2006 nach London ausgewandert, kommt auf die Entwicklungsgeschichte von John & Jehn zurück: "Im Januar 2005 sind wir ein Paar geworden. Im Juli 2005 haben wir begonnen zusammen zu arbeiten. Uns war zumute nach Wir setzen uns mit ein bisschen Stoff hin und nehmen auf, was wir im Kopf haben. Das hat zur Entstehung unserer EP (Format zwischen Single und Album, A.d.R.) "L'Amour ne nous déchirera pas" (Die Liebe wird uns nicht zerreißen) geführt. Mit dem Ergebnis waren wir sofort zufrieden. Es hatte einen sehr post-punkigen Sound, sehr Joy Division", bestätigt John. Dann folgt eins auf das andere. John & Jehn schicken die Aufnahme an Sally, eine gute Bekannte. Sie schlägt es dem Rough Trade Shop, einem berühmtem Plattengeschäft, das seit 1976 in London geöffnet hat, vor, das es sofort in die Regale stellt. "Für uns war das ein riesiger Erfolg, wir haben oft von Rough Trade und von all der englischen Indie-Kultur geträumt." Schließlich fangen sie an kleine Konzerte in England zu spielen und eine Menge Leute kennen zu lernen. Erschöpft vom ständigen Hin- und Herreisen lassen sie sich im Oktober 2006 in England nieder. Sie richten sich bei Sally ein, die ihre Managerin wird. Warum England? "Alle musikalischen Stilrichtungen treffen dort zusammen und es ist der Ort, an dem wir unsere Inspiration finden", so John. "Es ist überwältigend, der Mix und das Durcheinander der Bands. Es gibt viele Stile, die sich aneinander reiben, viele verschiedene Generationen und Menschen, die Musik konsumieren. In Frankreich geht es viel geordneter zu, da vermischt es sich weniger. Aber in England pfeifen sie drauf! Am selben Abend kannst du mit einer Reggae-Band spielen und dann mit einer Metal-Band." Ein Duo? Nein, ein Team! Innerhalb weniger Monate hat es das Duo geschafft sich einen Namen in der Londoner und dann in der französischen Szene zu machen. Der Alltag des ersten Komponierens in ihrem Zimmer in London wurde komplett auf den Kopf gestellt: "Zu Beginn lebten wir in unserem kleinen Mikrokosmos, wir waren nur zu zweit in London, haben beide unseren Transporter um drei Uhr morgens ausgeräumt. Heute haben wir ein hochmotiviertes Team um uns. Und es handelt sich keineswegs um ein Team, das aus reinem Opportunismus hinzugekommen ist. Es sind Menschen, die wirklich Lust haben, an unserem Projekt mitzuarbeiten. "Und", fügt Jehn hinzu, "zwangsläufig haben wir uns diesen Menschen geöffnet." John & Jehn müssen sich mit Menschen umgeben, die ihren Kopf und ihre Sinne in dieses Projekt einbringen, insbesondere den visuellen Sinn: "Bilder sind etwas sehr psychologisches", erzählt John. "Das Cover des ersten Albums wurde von Joe, meinem Tätowierer gemacht. Und für das zweite Album haben wir Antoine Carlier wiedergetroffen, den ich schon seit über zehn Jahren kenne. Wir haben ein graphisches und visuelles Universum mit ihm entwickelt. Durch sein Bildmotiv hat er all unseren Songs eine Verbindung gegeben." Kein Zweifel, mit Vertrauenspersonen zusammen zu arbeiten, das hilft: "Wir haben ihm freie Hand gelassen, damit er selbst seine Vision zu unserem Projekt beitragen kann", so John. "Genau das suchen wir. Und das Ergebnis ist immer das richtige, selbst wenn es nie das ist, was man erwartet hat." Die Musik, ein mitreißender Beruf Time For The Devil, das vom Independent Label Naive produzierte zweite Album von John & Jehn, besteht aus detaillierter bearbeiteten Stücken, mit einer Gitarristin und einem Schlagzeuger für die Konzerte. Aber für die Album-Komposition haben vier Hände genügt. "Wir leiten die Gesänge im Allgemeinen mit dem Bass ein, weil wir einen Groove suchen", ergänzt Jehn, während sie den Bass nachahmt. Eigentlich ist sie aber für die Gitarre zuständig. "Wenn wir den Bass haben, dann sehen wir, wie sich der Gesang darüber legt - und schon haben wir eine Struktur. Die globale künstlerische Sicht wird John haben, das heißt die Wahl der Instrumente, die Wahl der Töne usw. Ich singe oft die Texte von John, weil ich sie gern interpretiere; sie haben eine Seele. Und den Chor bilden wir beide." Aus dem Mund der Gitarristin klingt das wie ein Kinderspiel: "So läuft das bei uns. Um es zusammen zu fassen: John ist das Skelett und ich mache die Arrangements, die Melodie." Das Resultat kann sich sehen lassen. Weit entfernt von der nüchternen Traurigkeit seines Vorgängers ist Time For The Devil erwachsener, heiter und melodischer. Fast hört man sogar ein wenig ‘Pop' heraus. Dieser Stil ging ihnen irgendwann nicht mehr aus dem Kopf, bezeugt auch Jehn: "Eigentlich sollte das erste Album schon in diese Richtung gehen. Aber das konnten wir nicht umsetzen, wir hatten keine Zeit. Als Nummer eins endlich in den CD-Regalen lag, haben wir bereits am zweiten Album gearbeitet. Wir waren überrascht, aber auch unheimlich glücklich, dass uns dieses erste Album so weit gebracht hat. Aber weiter konnten wir es nicht ausschöpfen. Wir mussten ein zweites Album machen, in dem wir einen Schritt weiter gehen, für das wir mehr Zeit und mehr Mittel haben würden." Abschließend sagt John: "Auf jeden Fall gibt es kein Geheimnis. Unser Beruf ist das Musikmachen, also muss man so kreativ wie möglich sein, sich so weit wie möglich öffnen und die eigene Vorstellungskraft arbeiten lassen. Wir können schnell viele Lieder machen, weil wir es lieben!" Und für den Fall, dass ihr es beim Hören des neuen Albums nicht direkt verstanden haben solltet: "Wir haben das Glück, das zu lieben, was wir tun."
|
||
|
|
||
|
08.11.2010 - IMELDA MAY (IRL)
Doors 19.00 Show 19.30
IMELDA MAY (IRL) + Support (TBA!)
Tickets:
Der britische Pianist, Bandleader und Fernsehmoderator Jools Holland ist von Natur aus ein begeisterungsfähiger Mensch. Aber wenn er einen neuen Künstler entdeckt, der das hat, was er "es" nennt, dann sprengt sein Enthusiasmus jeden Rahmen. Aus seiner Reaktion auf Imelda May kann man schließen, dass sie "es" im Überfluss hat. "Ich muss dich in meiner Show haben", sagte er ihr, nachdem er sie live erlebt hatte - und so trat die junge Sängerin, wie es sich gehört, kurze Zeit später im Programm "Later With Jools Holland" bei BBC2 auf, wo sie das Publikum - darunter auch die anderen musikalischen Gäste Jeff Beck, Elbow und Roots Manuva - in Bann schlug. Beck legte sogar Wert auf die Feststellung, dass er Hollands Einladung nur nachgekommen sei, um Imelda May live zu sehen. Ein landesweit ausgestrahlter Fernsehauftritt, eine Schar begeisterter Musikerkollegen als Fans - nicht schlecht für einen irischen Neuling. Aber aus Respekt vor Jools und seiner Crew sei gesagt, dass beide Seiten von der Sendung profitierten: Imelda erhielt den verdienten "Later"-Karriereschub und "Later" darfsich auf die Fahnen schreiben, wieder mal ein Talent entdeckt zu haben, das wie niemand anders klingt. Als neunjährige Dubliner Göre hatte sich Imelda in Rockabilly und den Blues verliebt. Sie war die Einzige in ihrer Klasse, die nicht die Jungs von a-Ha und Wet Wet Wet anhimmelte. Ihre musikalischen Vorlieben sollte sie später mit einer satten Portion Jazz zu einer coolen, swingenden Fusion vermischen, die merkwürdigerweise klassisch und zugleich modern wirkt. Und das ist ausnahmsweise keine PR-Geflunker: Obwohl ihr musikalisches Herz für den frühen Rock'n'Roll schlägt (auch für Klamotten dieser Epoche hat sie eine deutliche Schwäche - ihr Kleiderschrank quillt vor Strickjacken mit Leopardenmuster und knallengen Bad-Girl-Jeans über), gibt sie ihrer Musik doch einen unüberhörbaren Jetztzeit-Dreh. Ihr Debütalbum "Love Tattoo" ist herrlich retro, aber so frisch wie das aktuelle Jahr. Und ihr Live-Auftritte, bei denen sie singt und die irische Rahmentrommel Bodhrán spielt, sind wild. "In letzter Zeit ist das alles etwas heftig geworden", sagt sie mit einem schweren Dubliner Akzent, den auch zehn Jahre in London nicht geändert haben. "Elbow [die Rockband aus Manchester] wollten, nachdem sie mich bei ‘Later' erlebt haben, dass ich auf ihrem nächsten Album ein Stück singe, und Dave Gilmour [ein weiterer "Later"-Gast] sagt mir: ‘Du bist auf eine trashige Weise sehr sexy, und ich meine das im nettest möglichen Sinne.' Also erwiderte ich: ‘Du siehst wie ein Zuhälter aus, und ich meine das im nettest möglichen Sinne.'" Die Erinnerung an den kleinen Schlagabtausch scheint sie immer noch zu amüsieren. Imelda wuchs als jüngstes von fünf Kindern in Dublin auf. Und weil ihre Eltern in einem Haus mit nur zwei Schlafzimmern wohnten, bekam sie zwangsläufig die Musik mit, die ihre älteren Geschwister anhörten. Das Programm bestand aus Folkmusik (eine ihrer Schwestern gehörte einer Folkband, an die Verbindungen zu ihrer Kirche in der Liberties-Gegend von Dublin hatte) und den üblichen Pop-Charts-Geschichten, aber auch aus der Musik von Elvis. "Mein Bruder war ein totaler Elvis-Fan, und bei ihm fand ich eine Kassette mit Elvis, Eddie Cochran und Gene Vincent. Ich fand diese Musik fantastisch!" Bereits im zarten Alter von vier Jahren hatte sie - die Lieder der Folkband ihrer Schwester mitträllernd - entdeckt, dass sie eine gute Gesangsstimme besaß. Als sie dann später auf den Rock'n'Roll stieß, war es nur natürlich, dass sie auch dazu mitsang. Ihr Musikgeschmack entwickelte sich parallel zu ihrem Modegeschmack ("Meinen ersten Mantel mit Leopardenmuster kaufte ich mit 15 Jahren, und die Jungs der Straßengangs starrten mir mit offenen Mäulern hinterher."). Irgendwann entdeckte sie dann auch den Blues von Elmore James. "Dann hörte ich Billie Holiday und die haute mich um. Mein Bruder nahm mich zum Plattenladen HMV, wo ich mir mein erstes Billie-Holiday-Album kaufte, das ich rauf und runter hörte." Nach einem Jahr an einer Kunsthochschule war bei Imelda der Groschen gefallen, dass sie ihren Lebensunterhalt doch lieber mit Singen erstreiten wollte. Zu diesem Zeitpunkt beschränkte sich ihre professionelle Erfahrung als Sängerin darauf, mit 14 Jahren einen Jingle für einen Fischstäbchen-Spot eingesungen zu haben. "Eines der Mädchen aus unserem Viertel arbeitete im Musikbusiness. Sie hatte mir den Werbejob verschafft, bei dem ich ‘Betcha never put your finger on a crunchier crumb!' singen musste. Das brachte mir £40 ein." Als Teenager trat sie im Dubliner Bruxelles-Club auf, wo sie hin und wieder bei ihren eigenen Auftritten vor die Tür gesetzt wurde, weil sie noch minderjährig war. "Ich erhielt von den besten Musikern Dublins Tipps. Einer von ihnen sagte: ‘Deine Stimme ist großartig, muss aber noch rauer werden.'" Zur selben Zeit erhielt sie auch von ihrem Vater Ratschläge. Enttäuscht von einer in die Brüche gegangenen Liebelei, schluchzte sie ihm die Ohren voll. "Er fragte, ob ich Liebeskummer hätte, und ich antwortete: ‘Ja.' Da meinte er: ‘Gut. Das wird dir dabei helfen, den Blues besser zu singen.'" Beide hatten Recht. Mit Hilfe des Liebeskummers gewann ihre Stimme etwas an Schwüle und Reichtum. Und als sie sich 1998 entschloss, in London ihr Glück zu versuchen, erhielt sie schnell Auftrittsmöglichkeiten mit dem bekannten Rock'n'Roller Mike Sanchez und der Swingband Blue Harlem. "Wir traten oft bei Firmenveranstaltungen auf, für die ich mir einen 40er-Jahre-Look zulegen musste. Ich trug ein rotes Seidenkleid und hatte eine Blume im Haar. Aber ich lernte wirklich, mich herauszuputzen und meine Rolle ordentlich zu spielen." Eine Zeit lang sang sie auch in Burlesque-Clubs: "Ich sang, wenn die Mädchen auf der Bühne waren. Eines von ihnen war dafür bekannt, sich einen Winkelschleifer in den Schritt zu halten und einen Funkenregen zu produzieren. Eines Tages flog mir so ein Funke beim Singen in die Kehle." Auf solch einen denkwürdigen Auftritt können sicher nicht viele Sängerinnen zurückblicken. Später teilte sie die Bühne unter anderem mit Van Morrison und den Scissor Sisters und übernahm den Gesangspart für eine Figur des amerikanischen Gangster-Films "Dark Streets". 2006 aber juckte es sie in den Fingern, sich als Solokünstlerin zu etablieren und eine eigene Band zu gründen. "Wir begannen jazzig, brauchten aber mehr Schmackes und einen raueren Sound. Das haben wir uns dann auch zugelegt." Heute genießt sie die Reputation, dass ihre Auftritte so leidenschaftlich sind und nach dem Motto "Alles oder nichts" abgehen. Das Album "Love Tattoo", für das sie fast alle Songs selbst und im Alleingang geschrieben hat, lebt von derselben Ungezügeltheit. Das Spektrum reicht dabei von fetzigen und fast immer auch sehr jazzig daherkommenden Rockabilly-Party-Nummern bis zu lasziven Balladen für die blauen Stunden nach Mitternacht. Ihre persönlichen Favoriten sind das delikate "Falling In Love With You Again", zu dem sie ihr Ehemann (und der Gitarrist ihrer Band) Darrel Higham inspirierte ("Es geht darum, wie man sich in ein und dieselbe Person mehrfach verlieben kann."), das bluesig-schwüle "Knock 1 2 3" und die fette, derbe Stomp-Nummer "Johnny Got A Boom-Boom". "Mein A&R-Manager fragte mich, ob ‘boom-boom' etwas Unanständiges sei, und ich konnte ihm nur antworten: ‘Tom, du hast eine schmutzige Phantasie.'" Bei der Verleihung der angesehenen Irish World Newspaper Awards wurde Imelda May 2008 als bester weiblicher Newcomer ausgezeichnet. Ihr Debütalbum "Love Tattoo" stand im Juni/Juli 2009 zwei Wochen lang an der Spitze der irischen Charts stand, bevor es dann von der Michael-Jackson-Best-Of-CD "The Essential" verdrängt wurde.
|
||
|
|
||
09.11.2010 - CARL BARAT (UK) + Special Guest![]() ![]() ![]() Dienstag, 9. November 2010
Doors 19h00 Show 19h30
& Special Guest
Tickets:
Carl Barat, wer ist das eigentlich? Das ist der, der neben Pete Doherty Frontmann der Libertines war. Am 6. Juni 1976 kam er in Basingstoke zur Welt und lebte eine Weile in einer Kommune in Somerset, nach der Scheidung seiner Eltern lebte er schließlich bei seinem Vater. Carls Schwester Lucie ist Schauspielerin und war unter anderem in „Troja" zu sehen, außerdem singt sie bei The Fay Wrays. 1996 lernte er Pete Doherty kennen, da Petes Schwester Kommilitonin von Carl war. Beide gründen die Band The Libertines und veröffentlichen 2002 ihr erstes Album „Up The Bracket". 2003 wurde Pete dann aus der Band geworfen, weil er seine Probleme nicht in den Griff bekam, außerdem brach er in Carls Wohnung ein (was unter anderem im Lied „Can't Stand Me No" thematisiert wird), um seine Sucht zu finanzieren. Ein Jahr später kehrte Pete aber wieder zurück, die Band nahm mit „The Libertines" das zweite Album auf. Nach chaotischen Tourneen lösen sich die Libertines auf dem Gipfel ihres Erfolgs im Drogennebel Pete Doherty auf. Doherty gründete Babyshambles und wurde als Kate Moss' Lebensgefährte zur weltweiten Celebrity. Barât seinerseits gründete seine "Dirty Pretty Things", bestehend aus ehemaligen Libertines-Mitgliedern und Didz Hammond von The Cooper Temple Clause. Doch auch diese Band war nicht von Dauer. Nach 2 vielbeachteten Alben trennen sich DPT im Oktober 2008 um eigene Wege zu gehen. Carl Barat scheint nun soweit zu sein... Für dieses Jahr stehen neben der sensationellen Reunion der Libertines für zunächst zwei grosse Festival Shows in England (Reading, Leeds) im August 2010 auch die Veröffentlichung von Barâts Solo-Debut an, von der man nur hoffen kann, dass sie nicht im Trubel um seine alte Band untergehen wird. Der gitarrenverliebte Carl Barat scheint sich für dieses von seinem Lieblingsinstrument zu verabschieden. Das erste Album im Alleingang kündigt er als klavierlastig an. Noch drei Monate Gewöhnungszeit, um sich den Songwriter an einem Tasteninstrument vorzustellen, dann veröffentlicht der Band-Waise sein noch titelloses Album. Verdient hätte es Barât alle Mal, endlich die Würdigung als Songwriter zu erfahren, die bisher nur Pete zuteil wurde. Man darf also ehrlich gespannt sein.
|
||
|
|
||
16.11.2010 - THE BLOODY BEETROOTS DEATH CREW 77
![]() ![]() Dienstag, 16. November 2010
Doors 19.00 Show 19.30
THE BLOODY BEETROOTS DEATH CREW 77 (ITA)
+ Support
Tickets:
Italien, Ort der musikalischen Verwüstung durch Al Bano & Romina Power-Pop, darf inzwischen auf mehr stolz sein als nur Design und einen umstrittenen Fußball-Weltmeister. Hier kultiviert man heute Rave. Genauer: Italo-Rave, direkt aus den Feinkost-Zuchtanlagen der Crookers oder der Bloody Beetroots. Mit brachialem Synthesizereinsatz, an dem 2 Unlimited ihre Freude hätten, gewährleistet Zuchtmeister Sir Bob Cornelius Rifo (so das Alter Ego der blutigen Bete) die Qualität seiner Ware und wummert sich damit zwischen 2008 und 2009 zum internationalen Blogphänomen heran. Wie es sich für einen Hype gehört, spielt das optische Erscheinungsbild dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Mit Spider-Man-Masken vermummt, brennt sich das (Live-)Duo in die Aufmerksamkeits-Membrane der Öffentlichkeit. Für alle DC Comic-Nerds: Es handelt sich um Venom, der Feind Spider-Mans bzw. dessen bösen Alter Egos. Zwar arbeitet der Italiener im Studio alleine. Für Auftritte greift er allerdings auf die Unterstützung von Kumpel Tommy Tea zurück. Bis sich Sir Bob Cornelius schließlich als Bastard-Sohn der Misfits und Daft Punk begreift, beginnt alles doch eher beschaulich. Er wächst in der italienischen Hochburg für Alkohol, dem idyllischen Dörfchen Bassano del Grappa, auf und begeistert sich für klassische Musik. Der Frieden findet jedoch mit der Infektion mit fremden Einflüssen schon bald sein Ende, als die raue Energie von Punkrock und Rockabilly den Kleinen auf magische Weise hypnotisiert. Die letzten Überreste seiner Unschuld verliert er dann an Werke von Comickünstlern wie Magnus, Benito Jacovitti oder Tanino Liberatore.
Letzterem gesteht er respektvoll, seine Reinheit mit acht Jahren in den Müll geschmissen zu haben. Eben daher darf sich Liberatore als alter Kindheitsheld der Covergestaltung vom Debütalbum "Romborama" annehmen. Neben Phra und Bot prägt der Output der Beetroots die Neudefinition von Rave aus Italien grundlegend mit und findet besonders in der Generation der Auf-die-Schnauze-Rave-Kids Anklang. Gerade 2007 gestartet, saugt die Blogosphäre den italienischen Spidey auch schon dankbar auf. Rätselraten und Downloaden finden kein Ende. Neugier und Wahnsinn flauen dabei nicht ab, nehmen vielmehr zu. Etienne de Crecy und Alex Gopher schenken dem Superhelden daraufhin seinen ersten offiziellen Remixauftrag, bevor Steve Aoki ihn wenig später für das eigene Label Dim Mak zur Unterschrift bittet. Seither finden sich seine Tracks in Folgen von "C.S.I. Miami" oder Videospiel-Topsellern ("Fifa '09", "NBA '09", "Need For Speed") genauso wie in Clubs auf der ganzen Welt wieder. Auf Dim Mak avancieren die Veröffentlichungen "Rombo" (EP), "Cornelius" und "Warp" (feat. Steve Aoki) zu kleinen Szene-Legenden. "Warp" schleicht sich sogar in die iTunes-Top Ten. Bis zum Debütalbum "Romborama" von 2009 kann der Stiefelländer auf seiner To Do-Liste schon eine biblische Flut an Veröffentlichungen, dabei ganze 45 Remixe, und mehrere Welttouren abhaken. Gemeinsam mit Aoki formt Rifo zudem die Hardcore-Punk-Band Rifoki, die von Giulio Favero von Teatro Degli Orrori produziert wird. The Bloody Beetroots strecken, wie die Crookers, das Rave-Zepter hoch in die Luft, um der Welt unmissverständlich mitzuteilen: In den italienischen Clubs herrscht ein neuer Volksaufruhr.
Es wird Revolte gemacht...und wir sind alle dazu eingeladen. |
||
|
|
||
|
04.12.2010 - BEST COAST (USA) + Guests |
||
|
|
||
|
HISTORY
21.08.10 TIGA (Can) |
||
|
|
||